
Werder Bremen ist am Donnerstagabend das erste Mal in seiner Geschichte in das UEFA-Cup-Finale eingezogen. Der Club der österreichischen Teamspieler Martin Harnik und Sebastian Prödl besiegte im Rückspiel des Semifinales vor eigenem Publikum den HSV mit 3:2. Entscheidend war das Tor zum 3:1, das Werder-Kapitän Frank Baumann per Kopf erzielte. Dem Treffer ging ein Eckball voraus, der aus einer kuriosen Szene resultierte: HSV-Verteidiger Gravgaard wollte in aller Ruhe zum Tormann passen, als der Ball auf einer auf dem Rasen liegenden Papierkugel versprang. Gravgaard streifte den Ball und beförderte ihn auf diese Weise ungewollt ins Tor-Out.
Ironie am Rande: Das unscheinbare Stück Papier wurde ausgerechnet von Hamburger Schlachtenbummlern auf den Platz geworfen. Bis zu diesem entscheidenden Moment acht Minuten vor Schluss wäre der HSV, der das Hinspiel in Bremen 1:0 gewann, als Finalist nach Istanbul gefahren, um dort am 20. Mai gegen Schachtjor Donezk um den UEFA-Cup-Titel zu spielen. „So viel Pech kann man doch gar nicht haben. Ich habe mich voll auf den Ball konzentriert, und plötzlich sprang der einfach weg“, kommentierte Gravgaard sein Unglück.
Der Anschlusstreffer zum 3:2 durch Ivica Olic in der 87. Minute konnte den HSV nicht mehr retten. Olic war übrigens auch für das 0:1 in der 13. Minute verantwortlich. Die übrigen Tore der Bremer erzielten Diego (29.) und Pizarro (66.).